Keine Faulen Ausreden

 

Wenn es um Sport geht, sind wir Meister im Ausreden erfinden, warum es gerade genau heute aber nun wirklich gar nicht passt. Oder ihr seid beim Sporthose anziehen über die Laufschuhe gestolpert, auf dem Sofa gelandet und habt euch dabei aus Versehen eine Pizza bestellt? Kommt euch das bekannt vor? Wenn ihr gerade in diesem Moment mit euch hadert, solltet ihr diese Ausreden schnell wieder vergessen:

1. Das Wetter ist schlecht.
Zugegebenermaßen macht Laufen bei schönem Wetter mehr Spaß. Aber wenn man einmal von den perfekten Wetterbedingungen von 18°C und Sonne ausgeht, hat das Wetter wahrscheinlich 360 Tage im Jahr das Potential, gerade nicht optimal zu sein. Geht also dem Problem auf den Grund: Regnet es? Es gibt mittlerweile tolle atmungsaktive und wasserabweisende Laufjacken. Die Kennzeichnung wasserabweisend ist auf jeden Fall ausreichend für Nieselregen oder einen Schauer. Wem das nicht reicht – ich habe eine ziemlich wasserdichte Jacke in der Fußballrubrik von Puma entdecket. Es handelt sich zwar um ein Herrenmodel, in Größe S erfüllt es aber seinen Zweck. Und seien wir mal ehrlich, bei Regen sind auch nicht viele Leute unterwegs, den eine nicht perfekte Passform auffallen könnte. Wenn es nicht regnet, ist es vielleicht zu kalt? Grundsätzlich gilt, Vorsicht bei Minustemperaturen. Eiskalte Luft ist nicht gut für die Atemwege und bei Temperaturen jenseits der 0°C sollte man sich auf einen leichten Lauf beschränken und vielleicht einen Schal über dem Mund tragen oder einen sogenannten Laufbuff, um die kalte Luft nicht ungefiltert in die Lungen zu lassen. Kein Regen, keine Kälte – ist es vielleicht zu warm? Noch mehr als bei Kälte gilt auch hier, Vorsicht bei Extremen. Laufen bei Sonne und 30°C ist nicht nur unangenehm, sondern auch gefährlich. Der Kreislauf spielt verrückt und oft mit Hitze einhergehende erhöhte Ozonwerte sind eine gefährliche Belastung für die Atemwege. Trotzdem sind heiße Sommertage kein Grund für eine Trainingspause. Die frühen Morgenstunden und die Abendzeit eignen sich bestens für ein Läufchen. Im Sommer noch wichtiger: Vorher und nachher ausreichend trinken!

2. Ich fühle mich müde und ausgelaugt.
Nach einem anstrengenden Tag ist man oft einfach nur froh, die Beine hochzulegen und nichts zu machen. Vorsicht! Genau hier liegt die Gefahr, dass ihr den Abend auf der Couch verbringt! Meine Taktik heißt hier, auf keinen Fall hinsetzen, wenn man nach Hause kommt. Am besten legt ihr euch morgens schon die Laufklamotten zurecht und platziert sie an einem Platz, den ihr in der Wohnung nicht vermeiden könnt: im Bad, mitten im Flur, vor dem Kühlschrank – der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. So führt ihr euch euren Plan immer wieder vor Augen und alarmiert das schlechte Gewissen. Wenn das auch nicht hilft, nehmt euch die Sportsachen mit zur Arbeit. Gerade im Winter scheint sich mein Körper mit Betreten der Wohnung automatisch in den Chill-Modus zu herunterzufahren und die Chancen nochmal wieder raus zu gehen, verlaufen sich gegen Null. Ich nehme mir daher meine Sporttasche mit ins Büro, ziehe mich direkt dort um, laufe in der Nähe des Arbeitsplatzes und fahre erst dann nach Hause. Kleiner Tipp: es hilft, wenn die Kollegen sehen, dass ihr morgens die Sporttasche dabei habt! Das steigert eindeutig den Druck, sich abends nicht in normalen Klamotten heimlich nach Hause zu verdrücken.

3. Ich habe keine Zeit.
Laufen ist der absolut flexibelste Sport den man sich vorstellen kann und zu jeder Tageszeit und an jedem Ort praktikabel. Wenn man eine voll Woche vor sich hat, hilft es, sich einen Wochenplan zu machen. Eine Woche hat 168 Stunden. Davon arbeiten und schlafen wir ca. 100 Stunden. Es bleiben also genug Stunden übrig. 2-3 Stunden Sport sollten also machbar sein. Legt euch einen Lauf in die Woche und 1-2 weitere auf das Wochenende. Früh morgens ist immer eine gute Alternative um Zeit zu sparen. Hier muss man lediglich etwas Schlaf opfern. Dafür fühlt man sich aber nach einem morgendlichen Lauf umso besser und seinen Mitmenschen bereits weit voraus. Übrigens: Laufen ist super zum Abschalten und um das Gehirn wieder richtig mit Sauerstoff zu versorgen und leistungsfähiger zu machen. Man sollte also nicht außer Acht lassen, dass man nach einem Lauf sicher doppelt so produktiv ist. Wenn das keine Zeit für eine Trainingseinheit einspart!

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